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Alfa vor Opel und Mercedes – ein legendäres Podium beim Auftakt

Die Tourenwagen Legenden feierten auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg einen fantastischen Saisonauftakt. Mit Rennsiegen von Klaus Ludwig und Vorjahresmeister Stefan Rupp startete das Championat für Tourenwagen der Achtzier und Neunziger in das Motorsportjahr 2020. Dabei kam es in Rennen zwei zu einem Zieleinlauf, den es seit 1996 nicht mehr gegeben hat: Alfa Romeo vor Opel und AMG-Mercedes – legendär! Trotz großer Einschränkungen aufgrund von Auflagen zur Durchführung von Rennveranstaltungen unter Corona-Bedingungen herrschte im Fahrerlager gelöste Stimmung. „Endlich wieder Rennen fahren“, lautete der einhellige Tenor.

 

Klaus Ludwig dominierte Rennen eins. Der dreifache DTM-Champion fuhr in der AMG Mercedes C-Klasse einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus. Die Podestplätze komplettierten Stefan Rupp (Alfa Romeo 155 ITC) und Thorsten Stadler (AMG Mercedes C-Klasse ITC). Der Däne Kasper Aaskov belegte mit seinem Opel Calibra V6 4x4 Rang vier. Das schnellste Klasse-2-Fahrzeug pilotierte der Niederländer Gerbert Luttikhuis (Mercedes 190 E 2.5-16 EVO II. Die Klasse 3 gewann Leif Christensen aus Dänemark mit seinem Ford Sierra RS 500 Cosworth.

 

Von Position zwei aus gestartet übernahm Rupp im zweiten Lauf in Runde 1 die Führung von Hatscher. Selbst eine Durchfahrtsstrafe konnte den Landshuter auf dem Weg zu seinem ersten Saisonsieg stoppen. Mit Platz zwei feierte Aaskov einen legendären Einstand. Jörg Hatscher, der die C-Klasse mit der Nummer 2 von Auftaktsieger Ludwig übernommen hatte, verlor im Rennen den Unterboden seiner C-Klasse und kämpfte sich mit eingeschränkter Aerodynamik auf Platz drei ins Ziel. Erneute Siege feierten Luttikhuis in Klasse 2 und Christensen in Klasse 3. Damit liegen beide nach zwei Rennen punktgleich an der Tabellenspitze.

 

Die zweite Veranstaltung der Tourenwagen Legenden findet vom 28. bis 30. August im tschechischen Most statt.

Stimmen der Top-3-Piloten

 

Stefan Rupp: „Besser hätte die Saison nicht starten können. Platz zwei und eins sind ein Superergebnis. Ich habe vor der Parabolika die Führung übernommen und konnte mich etwas absetzen. Dann erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe wegen Verlassens der Rennstrecke. Aber selbst die konnte mich nicht stoppen. Am Ende war ich froh, dass ich von meiner Box signalisiert bekommen habe, dass ich einen guten Vorsprung hatte. So konnte ich am Ende etwas Speed rausnehmen.“

 

Kasper Aaskov: „Platz zwei fühlt sich für mich wie ein Sieg an. Nach Getriebeproblemen am Freitag haben meine Jungs bis spät in die Nacht gearbeitet, damit ich heute an den Start gehen konnte. Im Rennen hat dann mein ABS gestreikt. Wir haben mit dem Calibra noch viel zu lernen. Aber ich denke in 2-3 Läufen sind wir vorne mit bei der Musik. Ich bin heiß auf die nächsten Rennen.“

 

Jörg Hatscher: „Klaus hat in Rennen eins mit seinem Sieg die Messlatte sehr hoch gelegt. Da konnte ich nicht ganz mithalten. Ich habe früh meinen Unterboden verloren und dadurch extrem wenig Grip gehabt. Das war vor allem bei den heißen Temperaturen ein echter Kraftakt. Mit Platz drei bin ich aber sehr zufrieden. Alfa Romeo, Opel und AMG-Mercedes auf dem Podium – das ist ein legendäres Ergebnis. Mehr geht nicht.“


Alfa Romeo 155 V6 TI ITC live...